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Als Deutscher, Österreicher oder Schweizer in Brasilien zu arbeiten ist vielleicht nicht so einfach wie man denkt!
Viele meinen, dass die Bürokratie das größte Hindernis sein könnte. Aber ich persönlich glaube nicht, dass es so ist. Die größte Herausforderung für einen Ausländer, um den
ersten Schritt zu machen, beginnt vorher.
Neben den offensichtlich gegebenen bürokratischen Problemen gilt es erst einmal, die finanzielle Frage zu betrachten: Reicht das, was ich in Brasilien verdienen werde, um
die die hohen Lebenshaltungskosten und die kulturellen Unterschiede auszugleichen? Verschiedene Indizes zeigen zur Zeit an, dass Brasilien sich in einer Boomphase befindet und sich die
wirtschaftliche Lage aufheizt.
Am Anfang steht häufig der Traum, in Brasilien zu leben und zu arbeiten, und nicht die Einladung einer Firma. Darauf sollte eine systematische Kosten-Nutzen-Analyse folgen und die Suche nach Möglichkeiten auf dem brasilianischen Markt. Bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, muss die Priorität darauf liegen, das eigene Wissen um landestypische Gepflogenheiten und regional spezifische Lebenshaltungskosten zu erweitern.
Wer glaubt, dass das Leben in Brasilien in allen Bereichen billiger sei als hier, irrt sich gewaltig. Im Gegenteil: Rio de Janeiro zum Beispiel gehört nach einer Studie der Global Beratung Cushman & Wakefield in Bezug auf den Mietpreis pro Quadratmeter zu den weltweit teuersten Städten. Teurer noch als New York und lediglich hinter Hongkong, London und Tokio. Ich weiß, dass das verrückt ist, weil unsere Infrastruktur nicht im Mindesten mit New York etwa vergleichbar wäre. Auch das Einkommen weiter Teile der Bevölkerung hinkt weit hinterher.
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Und trotzdem: Nicht nur Rio ist das Leben in Brasilien teuer. Auch in Sao Paulo und im Süden des Landes sind mit hohen Lebenshaltungskosten zu rechnen. Ist das der Preis für das Leben in einem Land, in dem es fast das ganze Jahr über sonnig und warm ist?
Aber auch in anderen Regionen Brasiliens, in denen das Leben im Vergleich zu Rio noch deutlich günstiger ist, machen sich die Veränderungen bemerkbar. Meine Freunde, die aus Bahia, Pernambuco und Rio Grande do Norte stammen, klagen darüber, dass alles viel teurer ist als noch vor fünf Jahren.
Diese Entwicklung muss bei der Entscheidung für ein Leben in Brasilien berücksichtigt werden: Wie viel müssen Sie verdienen, um den gewünschten Lebensstand dauerhaft aufrecht erhalten zu können?
Wenn die Entscheidung zum Auswandern getroffen wurde, rücken bürokratische Fragen in den Vordergrund. Um Fragen bezüglich Visa, Wohnung, Schule etc. zu klären, sollte dringend eine Beratung in Anspruch genommen werden. Für jeden kommenden Schritt bedarf es der Kenntnis brasilianischer Kultur und Wissen darüber, wie Brasilianer arbeiten. Der Versuch, alles alleine zu bewältigen, und das auch noch ohne der portugiesischen Sprache mächtig zu sein, ist zum Scheitern verurteilt – und bedeutet letztendlich nur den Verlust von Zeit und Geld.
Bis zum nächsten Tipp!
Rio de janeiro m²
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