"Verbieten verboten" ist die Geschichte von drei Studenten, Leon, seiner Freundin Leticia und dem Medizinstudent Paulo, Leons bester Freund und Zimmernachbar, der sich in Léticia verliebt. Dieses löst Spannungen zwischen den Beteilgten aus. Als die drei Studenten die unheilbar kranke Rosalina im Unikrankenhaus kennenlernen, versuchen sie Informationen über ihre beiden Söhne zu erhalten. Sie geraten dabei in den Strudel städtischer Gewalt gegen Straßenverkäufer. Leon versucht den jüngeren Sohn Rosalinas zu retten und wird dabei von einem Polizisten angeschossen. Leticia hilft Leon beim Untertauchen und Paulo muss die Kugel aus der Schulter operieren. Diese tragische Erfahrung verbindet die drei Freunde aufs Neue.
Der brasilianische Regisseur Jorge Duran schrieb bislang hauptsächlich Drehbücher. Mit seinem Film "Verbieten Verboten" liegt er aber auch als Regisseur goldrichtig.
Der Film wurde komplett in sechs Wochen im Norden von Rio de Janeiro gedreht, in den ärmeren Regionen der Stadt und an der Universität Federal de Rio de Janeiro. Diese Orte liegen weit weg von den traditionellen Touristengegenden und zeigen Orte, die bisher nur selten besucht wurden-.
Das Projekt hatte die Ausschreibung für Filme des brasilianischen Kulturministeriums im Jahre 2003 gewonnen. Das Budget belief sich auf 1.200.000,00 R$, wurde unterstützt durch Petrobras und lief in Coproduktion mit Ceneca Producciones aus Chile, durch das Programm IBERMEDIA.
Obwohl es den Film schon seit 2003 gibt , wurde Er noch in Deutschland am 20. März 2009 veröffentlicht.
Vale a pena conferir!
„Bisher zeichnete sich die Filmarbeit des chilenisch-brasilianischen Regisseurs Jorge Durán vor allem durch seine hervorragenden Drehbücher aus. "Verbieten verboten" ist seine dritte Regiearbeit. Das Drama hat zweifellos seine Stärken. Es besticht durch wunderbare Luftaufnahmen Rio de Janeiros und durch die an sich packende Geschichte, welche die harte Gegenwart brasilianischer Favelas gut wiederspiegelt. Der Film lässt den Figuren Handlungsfreiheit, das eine oder andere Mal hat man sogar das Gefühl hier sei improvisiert worden. Dies kommt einigen Darstellern zu Gute, Caio Blat und Maria Flor blühen richtiggehend auf. Doch Alexandre Rodrigues geht in dieser Freiheit etwas unter. Er kann sein schauspielerisches Talent nicht wirklich umsetzen und sein Spiel wirkt daher oft hölzern. Auch geht die Handlung nur schleppend voran. Durán verwendet viel Zeit, um das Beziehungsdreieck aufzubauen. Die Favelas und deren Problematik werden davon an den Rand gedrängt. Dennoch sollte man den Film bis an sein bitteres Ende genießen, denn gerade dieses entschädigt für einige Tiefen.“
Andrea Niederfriniger/Filmreporter