VI - Espírito Santo

Der Name “Espírito Santo” (Heiliger Geist) ist ein Erbe des Kolonialismus. 1535 ging Vasco Fernandes Coutinho in „Prainha de Vila Velha“, einem der Strände des Bundesstaates, an Land und gründete dort die erste Siedlung. Aus religiösen Gründen taufte er das Land zur Ehren der dritten Person der heiligen Dreieinigkeit auf den Namen „Espírito Santo“.

 

Die Bevölkerung Espírito Santos besteht überwiegend aus europäisch-stämmigen Immigranten (Deutsche, Italiener und Pommern), die auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen nach Brasilien gekommen waren, da ihre Heimatländer Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts unter großen sozialen und wirtschaftlichen Probleme litten. So ließen sie sich auch wegen des milden Klimas dort nieder und lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft.

 

Heutzutage bietet Espírito Santo  vorteilhafte Bedingungen für seine wirtschaftliche Entwicklung: zum Beispiel die günstige geografische Lage, große Vorkommen an radioaktiven Mineralien an der Küste, die große Hafenanlage „Porto de Tubarão“ („Hai-Hafen“), die über die modernste Hafeninfrastruktur Brasiliens verfügt. Es handelt sich um einen der weltweit größten Umschlagplätze für Mineralien. Außerdem ist die Region der zweitgrößte Erdölproduzent des Landes und verfügt über die größten Erdgasvorkommen Brasiliens.

 

Zudem ist Espírito Santo mit seinen großen Eukalyptus-Anbaugebieten ein bedeutender Zellstoffproduzent sowie der weltweit größte Hersteller von Ziersteinen, besonders von Granit und Marmor. Die Landwirtschaft ist reich und vielfältig.

 

 

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